Französische Investoren interessieren sich zunehmend für Portugal

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Die Popularität Portugals als internationales Wirtschafts- und Investitionsziel wachse, sagte der Präsident der französischen Handelskammer Pierre Debourdeau bei einem Treffen mit dem portugiesischen Präsidenten Cavaco Silva.

Französische Investoren bemerken die verbesserten Bedingungen und das Geschäftsklima im Land, was zu mehr Interesse an den Möglichkeiten beigetragen hat, die Portugal ausländischen Investoren bieten kann.

Portugal habe viel erreicht, vor allem, wenn es um Kosten und Vereinfachung der Arbeitsgesetzgebung geht, sagte Debourdeau.

Debourdeau zitierte auch die Ergebnisse einer aktuellen Studie der Kammer. Die Studie wirft einen Blick auf verschiedene internationale Investitionsziele von osteuropäischen bis nordafrikanischen Ländern. Der Studie zufolge ist es Portugal gelungen, seine Positionierung im Vergleich zu anderen beliebten Investitionszielen deutlich zu verbessern.

Französische Unternehmen haben ihre Positionen bereits in Portugal etabliert und viele Neuankömmlinge nehmen auch ihre Tätigkeit im Land auf, sagte Debourdeau. Vinci ist ein großartiges Beispiel für ein französisches Unternehmen, das in Portugal andensteht. Vinci hat vor zwei Jahren den Privatisierungsvertrag über die ANA-Flughäfen gewonnen.

Vinci hat ANA Anfang 2013 erworben und die Konzessionsfrist beträgt 50 Jahre. Das Abkommen umfasst 10 portugiesische Flughäfen, darunter die Flughäfen in Lissabon, Faro, Beja und Porto. Vinci hat auch vier Flughäfen auf den Azoren erworben.

Altice ist ein weiteres französisches Unternehmen und ein gutes Beispiel für den neuen Trend. Es wird erwartet, dass das Unternehmen PT Portugal – das nationale Telekommunikationsunternehmen – übernimmt. Der 7,4 Milliarden Euro schwere Deal wurde Ende Januar 2015 genehmigt. Altice ist bereits auf dem portugiesischen Markt präsent – das Unternehmen betreibt Cabovisao, einen privaten Telekommunikationsbetreiber im Land.

Die Erholung kommt nach einem ernsthaften Rückgang der Auslandsinvestitionen in den Jahren 2009 und 2010. Seitdem hat sich das wirtschaftliche Klima in Portugal verbessert und zieht zahlreiche Investoren aus europäischen Ländern und anderen Kontinenten an.

Die portugiesische Regierung betrachtet seither ausländische Direktinvestitionen (DI) als Priorität. Verschiedene Projekte wurden in einer Vielzahl von Branchen wie entwicklung erneuerbare Energien, Infrastruktur und Telekommunikation inangriff.

Derzeit kommen die wichtigsten ausländischen Investoren aus Spanien (19,9 Prozent), Belgien (16,7 Prozent), Frankreich (15,2 Prozent), Großbritannien (14,5 Prozent) und Deutschland (11,3 Prozent), berichtet Santander. Zu den Sektoren, in denen die wichtigsten ausländischen Investitionen getätigt wurden, gehören Handel, verarbeitendes Gewerbe, Finanztätigkeiten, Telekommunikation, Versorgungsunternehmen, wissenschaftliche Tätigkeiten und Baugewerbe.

Mehrere Faktoren bestimmen derzeit die Attraktivität Portugals als Investitionsziel. Dazu gehören niedrige Arbeitskosten, strategische Lage, die gesellschaftspolitische Stabilität des Landes, das milde Klima und die Währungsstabilität. Ausländische Unternehmen, die in das Land investieren, werden ebenfalls sehr wahrscheinlich von Subventionen und finanziellen Anreizen profitieren. Bei Tourismusprojekten könnten diese Anreize beispielsweise zwischen 15 und 50 Prozent des Gesamtprojektwerts liegen. Regionale finanzielle Anreize und Programme sind ebenfalls verfügbar.

Darüber hinaus hat die portugiesische Regierung ein bilaterales Abkommen mit fast 50 Ländern unterzeichnet, das den internationalen Investitionsprozess vereinfacht. Das Land ist seit 1988 auch Mitglied der Multilateralen Investitionsgarantieagentur

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