A stamp printed in Portugal shows Transfer Port Wine by the River, circa 1970
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Die portugiesischen Bürger gingen letzten Sonntag (18. Januar) zur Urne, um aus 11 hoffnungsvollen Kandidaten einen neuen Präsidenten zu wählen. Dies war die erste Runde, wobei die zweite Runde am 8. Februar zwischen dem Zentrumslinken Antonio Jose Seguro und André Ventura, dem Vorsitzenden der rechtsextremen Chega-Partei, stattfand.
Aber was macht der Präsident Portugals? Eines der häufigsten Missverständnisse ist die Annahme, der Präsident spiele eine ähnliche Rolle wie der US-Präsident oder der britische Premierminister. In Wirklichkeit arbeitet Portugal unter einem halbpräsidentiellen System, in dem die Macht bewusst ausgewogen ist.
Der Präsident Portugals ist nicht in die tägliche Regierung eingebunden. Diese Verantwortung liegt beim Premierminister und dem Ministerrat. Stattdessen fungiert der Präsident als Hüter der Verfassung, der Demokratie und der institutionellen Stabilität.
Der Präsident wird direkt von der Öffentlichkeit für eine fünfjährige Amtszeit gewählt und hat die Hauptaufgabe, das politische System zu überwachen und zu schützen, nicht es zu führen.
Der Präsident hat mehrere wichtige Befugnisse:
Ernennung des Premierministers, in der Regel des Vorsitzenden der Partei oder Koalition, die die Parlamentswahlen gewinnt
Parlament aufzulösen und vorgezogene Wahlen auszurufen, falls politische Blockade die Stabilität bedroht
Veto gegen Gesetze, die vom Parlament verabschiedet wurden (obwohl Vetos manchmal überstimmt werden können)
Vertretung Portugals international, neben der Regierung
Als Oberbefehlshaber der Streitkräfte zu fungieren, eine weitgehend symbolische, aber verfassungsrechtlich wichtige Rolle
Entscheidend für ausländische Einwohner und Immobilieninvestoren ist, dass der Präsident Kontinuität und Zusicherung bietet. Selbst in Zeiten politischer Spannungen trägt das Amt dazu bei, dass die Institutionen reibungslos funktionieren und abrupte oder extreme Veränderungen durch verfassungsrechtliche Kontrollmechanismen eingeschränkt werden. Für diejenigen, die einen Immobilienkauf in Portugal in Erwägung ziehen, ist dieses Gebäude eine der ruhigen Stärken des Landes. Sie trägt zum Ruf Portugals als stabile, vorhersehbare Demokratie bei, in der langfristige Investitionen – insbesondere in Immobilien – durch starke Institutionen geschützt werden und nicht durch die Agenda einer einzelnen Regierung oder politischen Bewegung. Kurz gesagt: Während der Premierminister regiert, schützt der Präsident das System, und diese Stabilität ist einer der Gründe, warum Portugal Jahr für Jahr weiterhin internationale Käufer anzieht.